A Winter in books…

Über Bücher zu schreiben, ist ein merkwürdiges Unterfangen. Es ist ja nun nicht so, dass in unserer Kultur Bücher eine vergessene oder noch nicht entdeckte Kunstform wären, die Fürsprecher_innen braucht, die über diese Form berichten und sie einer breiteren Öffentlichkeit bekannt machen. Im Gegenteil: Wir haben eine etablierte Feuilleton-Landschaft, einen eigenen Wissenschaftszeig, diverseste Zeitschriften und darüber hinaus noch unzählige Blogs, die sich mit Büchern und Romanen befassen. Es handelt es sich bei diesem A Year in books-Projekt zudem auch nicht um wenig gelesene, übersehene Schätze des Mediums, die sonst keiner bespricht oder um ganz neu erschienene Bücher. Auch hier eher das Gegenteil: Ein Großteil der Bücher ist nicht brandneu, einige sind eher dem Genre „Klassiker“ zuzuordnen und wahrscheinlich schon in 10000000… Beiträgen besprochen, analysiert, erschlossen, zerredet, dekonstruiert und wieder neu zusammengesetzt worden. Warum also noch mehr über Bücher schreiben?

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American Gods, die sechste…

Das Ankerbuch für den Winter in meinem Leseprojekt ist „American Gods“ von Neil Gaiman. Was ich u. a. an diesem Buch so liebe, ist die Tatsache, dass mir mit jedem Lesen andere Dinge auffallen und sich neue Aspekte des Textes erschließen. Das Buch wird dadurch beim (Wieder-)Lesen keineswegs langweiliger, er gewinnt eher an Tiefe (ob das wirklich am Text liegt oder daran, dass ich bei jedem Lesen „ein anderer“ geworden bin, weil wieder 3, 4, 5… Jahre ins Land gegangen sind, vermag ich jedoch nicht zu sagen).

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