Warum eigentlich ausgerechnet Murakami?

So, heute ist es dann soweit: Mein „A year in books“-Leseprojekt beginnt. Und obwohl ich mich auf das freue, was jetzt kommt, gibt es einen Teil von mir, der sich fragt, warum ich mir eigentlich ausgerechnet zum Anfang Haruki Murakami (Murakami Haruki?) ausgesucht habe. Und dann auch gleich einen 1000 Seiten-Wälzer! Wessen Idee war das denn bitte? Wenigstens ist Weihnachten, da sitze ich lange im Zug und komme zum Lesen.

Ich muss nämlich zugeben, dass ich eine eher durchwachsene Beziehung zu Murakamis Büchern habe – oder zumindest zu den vieren, die ich gelesen habe: Auf der einen Seite stehen „Naokos Lächeln“ und „Südlich der Grenze, westlich der Sonne“ (das ich erst kürzlich in der neuen Übersetzung noch mal gelesen habe. Neben allen anderen Dingen, die an dem Buch großartig sind, hat sich die Neu-Übersetzung endlich des bisherigen deutschen Titels entledigt und verwendet den Original-Titel. Der – haltet Euch fest – sogar was mit dem Buch zu tun hat! Aber ich schweife ab…). Die finde ich jedenfalls beide phantastisch, weil mich Murakamis Erzählkunst komplett in die Geschichte zieht und um mich herum alles vergessen lässt. Auf der anderen Seite haben mich „Kafka am Strand“ und „Sputnik Sweetheart“ nicht so begeistert bzw. einigermaßen verwirrt zurückgelassen (insbesondere Sputnik Sweetheart. Was war da denn los?). Vielleicht war die Buchauswahl da auch nicht die richtige?

Na jedenfalls bin ich sehr gespannt, auf was für eine Sorte Reise mich das ganze schicken wird. Der aktuelle Spoiler Alert – Link folgt – befasst sich übrigens genau mit diesem Thema: Man kann sich beim Lesen ruhig mal ein bisschen rauswagen und sich was vornehmen, von dem man nicht so genau weiß, was einen erwartet und ob es was für einen ist. Leben am Limit für Bücherjunkies!

Einen Satz noch zu 1Q84: Es handelt sich eigentlich um eine Trilogie, dessen erste zwei Bücher zusammen erschienen sind. Das dritte ist dann ein eigenes Buch. Mein Ziel für den Dezember sind erstmal Buch 1 & 2. Wenn ich richtig schnell bin, nehme ich vielleicht noch Buch 3 dazu (aber mal ehrlich: Wie realisitsch ist das im Dezember?). Und wenn ich eher so den „Kafka am Strand“-Effekt hab, schaffe ich vielleicht auch nur Buch 1… Wünscht mir Glück!

Next stop: Wenn ein Reisender in einer Winternacht…

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