A spring in books. Oder: Vermessungen des 20. Jahrhunderts

Nachdem a) eine meiner Büchersendungen in der Post verschollen ist und mir daher eines der Frühlungsbücher abhanden gekommen ist und b) einige andere Dinge gemacht werden wollten, bin ich in den letzten Monaten nicht zum bloggen gekommen. Daher werde ich die Frühlings-Bücher meines kleinen Lese-Projekts in einem Rutsch verhandeln.

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On Reading…

Da meine Büchersendung, in der „Drachenreiter“ und die „Chronicles of Narnia“ enthalten sind, leider in der Post verschollen ist, liegt mein A year in books-Projekt gerade etwas auf Eis. Zur Überbrückung lese ich „Hearts in Atlantis“ von Stephen King. Darin hab ich eine Stelle gefunden, die perfekt beschreibt, warum ich sowohl gerne Fantasy, Science Fiction und Comics lese als auch Bücher, die eher einer klassischen Idee von Literatur entsprechen (denn beides spricht mich an, aber aus unterschiedlichen Gründen):

„‚That […] book is a great story,‘ [Ted] said. ‚Not such great writing, though. Not bad, I don´t mean to say that, but take it from me, there is better.‘

Bobby waited.

‚There are also books full of great writing that don´t have very good stories. Read sometimes for the story, Bobby. Don´t be like the book-snobs who won´t do that. Read sometimes for the words – the language. Don´t be like the play-it-safers that won´t do that. But when you find a book that has both a good story and good words, treasure that book.‘

‚Are there many of those, do you think?‘ Bobby asked.

‚More than the book-snobs and the play-it-safers think. Many more. […]‘

Ich steh einfach auf Stephen King…

A Winter in books…

Über Bücher zu schreiben, ist ein merkwürdiges Unterfangen. Es ist ja nun nicht so, dass in unserer Kultur Bücher eine vergessene oder noch nicht entdeckte Kunstform wären, die Fürsprecher_innen braucht, die über diese Form berichten und sie einer breiteren Öffentlichkeit bekannt machen. Im Gegenteil: Wir haben eine etablierte Feuilleton-Landschaft, einen eigenen Wissenschaftszeig, diverseste Zeitschriften und darüber hinaus noch unzählige Blogs, die sich mit Büchern und Romanen befassen. Es handelt es sich bei diesem A Year in books-Projekt zudem auch nicht um wenig gelesene, übersehene Schätze des Mediums, die sonst keiner bespricht oder um ganz neu erschienene Bücher. Auch hier eher das Gegenteil: Ein Großteil der Bücher ist nicht brandneu, einige sind eher dem Genre „Klassiker“ zuzuordnen und wahrscheinlich schon in 10000000… Beiträgen besprochen, analysiert, erschlossen, zerredet, dekonstruiert und wieder neu zusammengesetzt worden. Warum also noch mehr über Bücher schreiben?

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Paul Auster legt gut los… (A year in books – Winter Journal)

„You think it will never happen to you, that it cannot happen to you, that you are the only person in the world to whom none of these things will ever happen, and then, one by one, they all begin to happen to you, in the same way they happen to everyone else.“

Mit diesem Satz beginnt „Winter Journal“ von Paul Auster. Wie manche von Euch vielleicht wissen, faszinieren mich die ersten Sätze von Büchern nachhaltig. Weiterlesen

American Gods, die sechste…

Das Ankerbuch für den Winter in meinem Leseprojekt ist „American Gods“ von Neil Gaiman. Was ich u. a. an diesem Buch so liebe, ist die Tatsache, dass mir mit jedem Lesen andere Dinge auffallen und sich neue Aspekte des Textes erschließen. Das Buch wird dadurch beim (Wieder-)Lesen keineswegs langweiliger, er gewinnt eher an Tiefe (ob das wirklich am Text liegt oder daran, dass ich bei jedem Lesen „ein anderer“ geworden bin, weil wieder 3, 4, 5… Jahre ins Land gegangen sind, vermag ich jedoch nicht zu sagen).

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Unvorhergesehene Hindernisse – Oder: Wenn ein Lesender die Geduld verliert

Das Januar-Buch meines A year in books-Projekts ist ein „Wenn ein Reisender in einer Winternacht“ von Italo Calvino. Beim Lesen dieses Buches ergibt sich ein sehr konkretes – und absurderweise von mir nicht vorhergesehens – Problem: Das Buch gefällt mir nicht, bzw. es packt mich nicht. Um meine Schwierigkeiten zu verdeutlichen, muss ich kurz etwas über den Aufbau des Buches erklären (wie immer: Here be Spoilers!).

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Realität und Fiktion (A year in books – 1Q84)

»Was heißt wirklich«, fragte Fukaeri ohne fragende Intonation. Darauf wusste Tengo natürlich keine Antwort.

Der erste Monat meines „A year in books“-Projekts ist fast vorbei und das erste Buch ist gelesen: Haruki Murakamis 1Q84. Nun handelt es sich bei diesem Buch um eine Trilogie, deren Bücher 1 und 2 in einem Band zusammengefasst sind (diesen habe ich gerade gelesen). Mir fehlt also noch Band 3 und damit das Ende der Geschichte. Dennoch habe ich das Bedürfnis, ein paar meiner Gedanken, Theorien und Ideen dazu aufzuschreiben. Kurze Vorwarnung: Ich werde Euch fürchterlich zuspoilern und fürchte gleichzeitig, dass das Folgende völlig unverständlich bleibt, wenn man das Buch nicht gelesen hat (vielleicht machen die Spoiler dann aber auch nichts ;-)).

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Warum eigentlich ausgerechnet Murakami?

So, heute ist es dann soweit: Mein „A year in books“-Leseprojekt beginnt. Und obwohl ich mich auf das freue, was jetzt kommt, gibt es einen Teil von mir, der sich fragt, warum ich mir eigentlich ausgerechnet zum Anfang Haruki Murakami (Murakami Haruki?) ausgesucht habe. Und dann auch gleich einen 1000 Seiten-Wälzer! Wessen Idee war das denn bitte? Wenigstens ist Weihnachten, da sitze ich lange im Zug und komme zum Lesen.

Ich muss nämlich zugeben, dass ich eine eher durchwachsene Beziehung zu Murakamis Büchern habe – oder zumindest zu den vieren, die ich gelesen habe: Weiterlesen

Morgen geht´s los (Winter is coming…)

Morgen ist der 1. Dezember und damit der offizelle Startschuß für mein „A year in books“-Projekt (wobei hier natürlich streng genommen gar nix „offiziell“ ist) . Ich freu mich jedenfalls drauf! Anbei ein kleiner Schnappschuß (warum wird denn hier eigentlich so viel geschossen?) dessen, was mich in den nächsten Monaten so erwartet. Zumindest sind das die Bücher, die in meinem Haushalt schon vorhanden sind (und wo ist eigentlich mein „Wüstenplanet“-Exemplar?).

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Next stop: Haruki Murakami – 1Q84